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Da die Mental Health Week am 15. Mai beginnt, gibt es keinen besseren Zeitpunkt, um sich auf die eigene psychische Gesundheit und das Wohlbefinden zu konzentrieren. Das diesjährige Thema ist Angst.  Für viele ein wachsendes Problem: Laut Mental Health UK geht man inzwischen davon aus, dass im Vereinigten Königreich jederzeit mehr als 8 Millionen Menschen an einer Angststörung leiden. In unserem neuesten Blogbeitrag erzählt uns Sarah Parris @sarahssupjourney über Sport und psychische Gesundheit – und insbesondere über einige der Vorteile des Stand-up-Paddelns für die psychische Gesundheit.


Stand-up-Paddeln und psychische Gesundheit

Ich begann meine SUP-Reise 2017 und war sofort begeistert, nachdem ich es mit einer Freundin ausprobiert hatte. Kurz darauf kaufte ich mein eigenes SUP-Board und ging immer häufiger aufs Wasser, bis ich 2018 schwanger wurde. Schon bald hörten meine Ausflüge auf, und später fiel es mir wegen meines kleinen Kindes schwer, Zeit für meine Aufenthalte auf dem Wasser zu finden. Also blieb mir nur, vom Flussufer oder vom Strand aus zuzusehen.


Da ich auf das verzichten musste, was mir Freude machte, wurde ich zu einer Hausfrau und Mutter, die sich daran gewöhnt hatte, allein zu sein. Ein Jahr später kam ein weiteres Baby zur Welt – und auch Covid, was meinem psychischen Wohlbefinden nicht gerade half. Wie bei vielen anderen wurden auch meine Ängste zunehmend zu einer Belastung. Ich wollte nicht mehr rausgehen und zog mich von Familienmitgliedern und Freunden zurück, selbst als wir uns wieder treffen durften.


Nachdem ich längere Zeit außer zu Arbeitszwecken kaum Kontakt zu anderen Menschen gehabt hatte, meldete sich eine Freundin bei mir. Sie hatte ihre Paddelreise während dieser ganzen Zeit fortgesetzt und wollte mich, sozusagen, wieder „an Bord holen“ – und mir den Freiraum verschaffen, den ich brauchte.

Girl with paddleboard

Zunächst war ich sehr zögerlich, versuchte es aber trotzdem. Wieder verliebte ich mich in die Klarheit im Kopf und die Freude, die mir die Zeit auf dem Wasser schenkte. Meine Freundin versuchte erneut, mich stärker in andere Gruppen auf dem Wasser einzubinden, und wir setzten uns kleine Zwischenziele, um mir den Wiedereinstieg zu erleichtern. Das half zwar, aber wegen meiner Ängste davor, mit anderen zusammen zu sein, war ich weiterhin zurückhaltend, was den Kontakt mit Menschen anging.

Gruppentherapien mit dem SUP-Board

Nachdem ich meinen Arzt und weitere medizinische Fachkräfte um Hilfe gebeten hatte, ermutigten sie mich, eine Einzel- und Gruppentherapie zu versuchen, um mich meinen Ängsten zu stellen. So sehr mir diese Sitzungen auch halfen, sie machten mich nicht glücklicher, und ich hatte Schwierigkeiten, den Alltag mit zwei kleinen Kindern zu bewältigen. Eine medizinische Fachkraft half mir zu erkennen, dass mein Herz dem Wasser gehörte. Deshalb ermutigte sie mich, es noch einmal zu versuchen – diesmal regelmäßiger und mit einer neuen Gruppe von Menschen. Hier konnte ich den Ballast in meinem Kopf und den Lärm in meinem Leben eindeutig loslassen.


Also beschloss ich, regelmäßig an einer Gruppe gleichgesinnter Menschen teilzunehmen, die sich wöchentlich zum Paddeln und Plaudern trifft. Diese Gruppe war großartig, wenn man Gesellschaft und Ermutigung brauchte, aber ebenso toll, wenn man einfach paddeln und nicht reden wollte. Das Stand-up-Paddeln erfüllte mich mit glücklichen Gedanken und lenkte mich von all den anderen Sorgen ab, mit denen ich im Alltag zu kämpfen hatte.

Zeit auf dem Wasser

Heute weiß ich meine Zeit auf dem Wasser viel mehr zu schätzen und habe begonnen, auch die Umgebung und die Natur um mich herum bewusster wahrzunehmen. Ich glaube, wir alle sind schon einmal zu Fuß oder mit dem Auto unterwegs gewesen, ohne die Tier- und Pflanzenwelt um uns herum zu beachten. Auf dem Wasser öffnet man jedoch die Augen für so vieles mehr.


Seit dem Ende des letzten Sommers und während des gesamten Winters war ich häufiger als je zuvor auf dem Wasser und habe viele Ausflüge außerhalb meiner Heimatregion unternommen. Ich habe sogar an einer Wildwasser-Paddelsession und einem Kurs zum Paddeln auf dem offenen Meer teilgenommen. Das hat mein Bewusstsein dafür geschärft, und nun freue ich mich wieder auf einen Sommer auf dem Wasser. Wie mein Partner sagt: glückliche Ehefrau, glückliches Leben!


Vielen Dank an Sarah, dass sie ihre Geschichte mit uns geteilt hat. Wenn du mit deinem psychischen Wohlbefinden zu kämpfen hast, findest du auf der Website von Mental Health America hilfreiche Informationen und Unterstützung.

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